Asamklamm

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Die Asamklamm: Ein Naturdenkmal bei Eschenlohe

Die Asamklamm ist eine tief eingeschnittene Schlucht im Eschenlainetal. Interessanterweise trug die Klamm früher den furchteinflößenden Namen Schwarze Brüll Klamm. Dieser Name rührt von dem dumpfen Grollen her, das entsteht, wenn die Wassermassen bei Schneeschmelze durch die engen Felswände schießen. Erst im 20. Jahrhundert wurde sie zu Ehren des Badearztes Dr. Wilhelm Asam umbenannt, der sich sehr für die Erschließung der Region einsetzte. Die Klamm liegt am Rande des Estergebirges nahe der Kuhflucht Wasserfälle und ist als offizielles Naturdenkmal (Geotop-Nr. 180R024) geschützt. Das Gestein besteht hier vorwiegend aus Hauptdolomit, einem spröden Material, das für die besonders schroffen und zerklüfteten Felswände verantwortlich ist. Im Gegensatz zu kommerziell erschlossenen Klammen in der Region ist der Zugang hier kostenfrei und die Atmosphäre deutlich ursprünglicher.

Asamklamm Eschenlohe: Wo genau ist die Klamm?

Eschenlohe ist das Tor zur Asamklamm. Die Gemeinde liegt verkehrsgünstig an der A95 zwischen München und Garmisch-Partenkirchen. Die Asamklamm befindet sich am südöstlichen Ortsrand der Gemeinde Eschenlohe, direkt am Übergang zum Estergebirge. Geografisch liegt sie im Tal der Eschenlaine. Der Zustieg erfolgt über die Krottenkopfstraße. Der Weg führt dich aus dem Ort hinaus und direkt zum Eingang der Klamm.

In der Asamklamm wandern: Schwierigkeit und Naturkraft

Das Wandern in der Asamklamm ist als leicht bis mittelschwer einzustufen. Auf einer Länge von etwa 600 Metern fallen die Felswände bis zu 40 Meter steil ab. Der Weg ist gut gesichert, erfordert aber Trittsicherheit. In der lokalen Überlieferung gilt die Klamm als Ort unberechenbarer Naturkraft. Wenn das „Brüllen“ der Schlucht im Dorf zu hören war, galt dies früher als Warnung vor nahendem Hochwasser – eine reale Gefahr, die zuletzt bei den schweren Überflutungen 1999 und 2005 deutlich wurde.

Die spektakuläre Asamklamm Brücke

Die Attraktion der Asamklamm ist die Brücke, die hoch über der Schlucht thront. Sie wurde bereits 1936 von Pionieren erbaut, was damals als technische Meisterleistung galt. Die Brücke verbindet die beiden Felsseiten und bietet einen schwindelerregenden Tiefblick auf die Eschenlaine. Wer nicht schwindelfrei ist, muss kurz tief durchatmen, wird aber mit einer Perspektive belohnt, die die Dimension der Klamm – wo die Wände teilweise fast zusammenstoßen – richtig greifbar macht.

Der Asamklamm Rundweg & die Wanderungen

Asamklamm

Der klassische Asamklamm Rundweg startet in Eschenlohe, führt durch die Klamm hinauf zur Brücke und auf der anderen Seite über Forstwege und Steige zurück zum Ausgangspunkt. Alternativ kannst du von hier auch noch weiter hinauf zum Heldenkreuz (einem schönen Aussichtspunkt) oder oberhalb der Asamklamm ins Eschenlainetal wandern. Für den reinen Asamklamm Rundweg brauchst du etwa eine Stunde. Es sind gut 2 Kilometer Wegstrecke und rund 100 Höhenmeter. Ich habe ihn hier auf der Karte eingezeichnet:

Asamklamm WanderungDistanzDauerHöhenmeterCharakteristik
Klassischer Rundwegca. 2,0 kmca. 1:00 hca. 100 hmKurzer, familienfreundlicher Rundgang durch die Klamm und über Forstwege zurück.
Tour zum Heldenkreuzca. 6,3 kmca. 2:5 hca. 365 hmMittelschwere Wanderung mit alpinem Pfad und Panoramablick über das Loisachtal.
Eschenlainetal-WanderungvariabelvariabelmoderatWeiterführende Wanderung oberhalb der Klamm in das weitläufige Tal Richtung Walchensee.

TIPP DES AUTORS
Wenn du schon mal in Eschenlohe bist, lohnt sich ansonsten auch noch ein Abstecher an den Sieben Quellen. Es ist einer der schönsten Orte von Eschenlohe – Durch eine unterirdische Talverengung werden hier im Loisachtal bis zu 1000 Liter Trinkwasser pro Sekunde an die Oberfläche gedrückt. Dieser natürliche Wasserdruck speist die weitläufigen Wasserflächen und das angrenzende Moor.

Praktische Infos: Wo an der Asamklamm parken?

In Eschenlohe gibt es mehrere Möglichkeiten, das Auto abzustellen. Der offizielle Wanderparkplatz am Ende der Krottenkopfstraße ist der beste Parkplatz für den Besuch der Klamm. –> hier der Link zur Google Karte. Da dieser an sonnigen Wochenenden schnell belegt ist, empfiehlt sich die Anreise mit der Werdenfelsbahn (Bahnhof Eschenlohe) oder das Ausweichen auf Parkflächen im Dorfzentrum. Von dort aus ist man in etwa 20 Minuten am Eingang der Schlucht.

Weiterführende Links

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